HAUS FÜR KUNSt, HANDWERK
 und DESIGN

Kunsthandwerkerhaus Koppel66

Die absolut großartige Geschichte, wie Dinge gemacht werden.

 

Mitten im pulsierenden St. Georg, einem Stadtteil, das ebenso wie die Kunst, das Handwerk und Design einem ständigen Wandel unterzogen ist, erstrecken sich in der Koppel 66 über 3 Etagen die 12 Ateliers von 16 Künstler:innen und Handwerker:innen. Seit nun 40 Jahren wird hier in feinster Akribie, mit Sorgfalt und enormer Liebe für’s Detail Einzigartiges geschaffen. Täglich erschaffen wir etwas mit unseren Händen: Aus einem flachen Stück Metall wird eine Brosche, ein Ring, ein glitzerndes Objekt. Aus einem Faden wird ein Pullover, eine Stofflichkeit, etwas weiches, das Form besitzt und anfassbar wird. Stoffe werden zur perfekten Kleidung, einem Anzug, einem fließenden Kleid, etwas auf Maß. Aus Stroh ein Hut, der auf der Stange schon nach Sommer lechzt. Ein Klecks Farbe wird zu einer Geschichte, eine Linie, ein Druck. Die Schönheit der Dinge erfahrbar machen durch handwerkliches Geschick, langjährige Erfahrung und durch unsere Begabung aus dem, wie wir diese Welt wahrnehmen, sehen, fühlen, etwas zu gestalten, das unseren Alltag bereichert ist das, was das Haus auszeichnet.

 

Als Gegenentwurf zur immer stärker werdenden Massenproduktion gegründet, legen wir auch heute noch besonderen Wert auf unsere echte und von Leidenschaft für den Prozess getriebene Arbeit. So entstehen in unseren offenen Werkstätten, qualitativ hochwertige und langlebige Unikate, die unsere und vor allem die Sehnsucht unserer Kunden nach ehrlicher Handarbeit und schönen Dingen stillen.

1981

Nur die Laufkatze unter dem großen Glasdach erinnert heute noch an die ursprüngliche Nutzung der ehemaligen Maschinenfabrik, die 1924 im Stil des Hamburger Art Deco, einer Abwandlung der “Neuen Sachlichkeit” nach  Schumacher, erbaut wurde. Das Gebäude wurde bis 1928 für den Maschinenbau als Dreherei genutzt – dann, bereits nach 4 Jahren, wurde die Produktion eingestellt, vermutlich wegen der schlechten Arbeitsmarktlage im damaligen Deutschland. Es gibt Recherchen, nach denen die Fabrik während des Krieges als Revolverdreherei benutzt wurde. Danach stand das Haus leer und diente lange Zeit „1000 Töpfe“ als Lager.

 

Im Februar 1981 wurde das Haus für Kunst & Handwerk, die KOPPEL 66, eröffnet. Für den Erhalt der ursprünglichen Idee, Neuvermietungen und Interessenwahrung der Mieter wurde der gemeinnützige Verein Förderkreis Koppel 66 e.v. gegründet. Der Verein hat bis heute die Aufgabe Kunst und Kunsthandwerk zu fördern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

1976

1976 stellte die Stadt Hamburg Haushaltsmittel für erste Baumaßnahmen zur Verfügung, welche 1979 beginnen konnten. Ins Geheim hoffte man natürlich auch auf einen Kulturwandel: der Stadtteil galt lange Zeit als Drogen- und Prostitutionsviertel, Kriminalität eingeschlossen. Es sollte noch lange dauern, aber heute hat der Stadtteil, speziell in der Langen Reihe, ein eigenes kulturelles Flair, das auch von der Koppel 66 mitgeprägt wurde. Das Haus hat im Laufe der Zeit Leute in den Stadtteil geholt, für die St. Georg neu war. Die Läden in der Langen Reihe freuen sich, dass während der Messe viele neue Kunden auch bei ihnen einkaufen.

1974

1974 gab es eine erste Konzeption für die Umnutzung in ein Haus für Kunst & Handwerk. Sie ging auf die private Initiative von dem Hamburger Restaurator Hans Dieter Rommeney zurück. Seine Idee: Es sollte „…eine öffentlich subventionierte soziale und kultur-politisch wirksame Institution sein, (….) die der gegenwärtigen Existenz und dem Fortbestand des Kunsthandwerks dient.“ Ziel war vor allem, den Nachwuchs und die Kommunikation unter den Kunsthandwerkern zu fördern, die Möglichkeit einer permanenten Präsentation ihrer Arbeiten zu schaffen und der interessierten Öffentlichkeit einen leichten Zugang zu künstlerischen Werkstätten zu ermöglichen. das HH-Abendblatt schrieb 1974: „Keine Gegend schien für diesen Plan mehr geeignet als St. Georg, denn das Handwerk hat in diesem Viertel am Hauptbahnhof Tradition. Jahrhunderte lang beherbergten die engen Gassen unzählige Werkstätten und kleine Gewerbebetriebe – bis Industrialisierung und Stadtsanierung dem Handwerk seinen „Goldenen Boden“ entzog.“ Bis dahin, so Herr Rommeney, „funktionierte die Kommunikation der Kunsthandwerker untereinander nur 4 Wochen lang zur Weihnachtsmesse im Museum für Kunst und Gewerbe“.

Kooperationen

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG)

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) ist ein führendes Zentrum für Kunst, Kunsthandwerk und Design. Seine hochkarätigen europäischen, nah- und fernöstlichen Sammlungen reichen von der Antike bis zur Gegenwart. Die besondere Stärke des Hauses ist die Vielfalt der Sammlungen, Ausstellungen und der mit ihnen verbundenen Aktivitäten. Sie vermitteln Verständnis für kulturgeschichtliche Zusammenhänge, schaffen Freude an schönen Dingen und beflügeln Kreativität und Phantasie. Sie sind ein gesellschaftlicher und geselliger Mittelpunkt Hamburgs. Weitere Infos finden Sie unter mkg-hamburg.de.

Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg e.V. (ADK)

Die Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg e.V. (ADK) wurde 1956 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von zurzeit circa 150 professionell arbeitenden Handwerkerinnen und Handwerkern, Gestalterinnen und Gestaltern, Künstlerinnen und Künstlern. Ihre Werkstätten und Ateliers für die Bereiche Gold- und Silberschmiede, Metall-, Holz-, Keramik-, Glas-, Leder-, Textil- und Papiergestaltung liegen überwiegend im Großraum Hamburg. Einige der Koppel-Mitglieder gehören dieser Assoziation an. Weitere Infos zur AdK und zu aktuellen AdK-Veranstaltungen finden Sie unter adk-hamburg.de.

DRP Kulturtours

DRP Kulturtours ist das Reiseportal für Reisen zu Kunst und Kultur. Auf den Internetseiten drp-kulturtours.de finden Sie ein umfassendes Angebot an Kulturreisen, Kunstreisen, Musikreisen, Städtereisen aber auch Studienreisen und Naturreisen sowie kulinarische und literarische Erkundungen. Jährlich veranstaltet DRP die Kulturreisemesse in unserem Haus bei der sich an zwei Tagen Reiseveranstalter, Reisevermittler und Kulturinstitutionen wie Museen, Ausstellungshäuser, Theater- und Opernhäuser dem kulturinteressierten Hamburger Reisepublikum präsentieren. Weitere Informationen finden Sie unter kulturreisemesse.de.

Stadtkultur Hamburg e.V.

Seit August 2010 ist der Förderverein Koppel 66 e.V. Mitglied des Stadtkultur Hamburg e.V. Seit 1976 haben sich im Stadtkultur Hamburg e.V. rund 130 Zentren, Initiativen und Projekte aus der Hamburger Stadtteil- und Soziokultur zusammengeschlossen und entwickeln gemeinsam innovative Kulturkonzepte. STADTKULTUR HAMBURG fördert und entwickelt als Serviceagentur, Impulsgeber und Projektentwickler die (freie) Kultur in der Stadt und die Kooperation zwischen regionalen und zentralen Einrichtungen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. Weitere Infos finden Sie unter stadtkultur-hh.de.

Geschichtswerkstatt St. Georg e.V.

Der Geschichtswerkstatt St. Georg e.V. hat sich am 6. Dezember 1990 gegründet. Er ist bis heute ein rein ehrenamtlich engagierter Verein geblieben, der inzwischen gut 80 Mitglieder umfasst, darunter den alternativen Einwohner- wie den eingesessenen Bürgerverein ebenso wie die katholische Domgemeinde und die ev.-luth. Kirchengemeinde. Der Verein versteht sich als Teil der Stadtteilkultur, engagiert in einem Viertel, das oft als sozialer Brennpunkt bezeichnet wird. Die Mitglieder versuchen, unter dem gemeinsamen Dach der Stadtteilgeschichte zur Vernetzung der vielfältigen, vor Ort ansässigen Einrichtungen, Vereine und Initiativen beizutragen. Weitere Infos finden Sie unter gw-stgeorg.de.

Sie sind interessiert an einer Kooperation?
Melden Sie sich gern bei uns:

Koppel 66 – 1986

Vermietung
von flächen

In unserem Haus finden regelmäßig Events statt, z.B., Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Workshops für Kinder und Erwachsene und Benefizveranstaltungen. Das Foyer sowie die Stockwerke können für kulturelle Veranstaltungen gemietet werden.

Zur Zeit ist ein Atelier im UG zu vermieten.

Bei Interesse nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

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